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Vertrieb im DACH-Raum: Gemeinsamkeiten, Unterschiede & Erfolgsstrategien

  • Autorenbild: Tobias Leitner
    Tobias Leitner
  • 22. Okt. 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Vertrieb in der DACH-Region

Der Vertrieb im deutschsprachigen Raum (DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz) bietet viele Chancen, bringt aber auch Herausforderungen mit sich. Während die drei Länder wirtschaftlich eng verknüpft sind, gibt es deutliche Unterschiede in den rechtlichen Rahmenbedingungen, Vertriebskanälen und der Geschäftskultur. Wer in allen drei Ländern erfolgreich verkaufen möchte, muss diese Besonderheiten kennen und seine Strategie entsprechend anpassen.


1. Die rechtlichen Rahmenbedingungen im Vertrieb: Was ist erlaubt, was nicht?

Ein entscheidender Faktor für den Vertrieb in DACH sind die unterschiedlichen Gesetze zur Kundenakquise, insbesondere bei der Kaltakquise per Telefon oder E-Mail.


Deutschland:


📌 Kaltakquise per Telefon:


B2B erlaubt, wenn ein „mutmaßliches Interesse“ besteht.

B2C verboten, außer mit vorheriger ausdrücklicher Einwilligung.


📌 E-Mail-Kaltakquise:


Nur mit vorheriger Zustimmung (Double Opt-in) erlaubt.

Ausnahme: Falls eine bestehende Geschäftsbeziehung besteht oder die Produkte/Dienstleistungen eindeutig relevant sind.


📌 Besonderheit: Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) schützt Unternehmen und Verbraucher stark vor unaufgeforderten Werbeanrufen und E-Mails.


Österreich:


📌 Kaltakquise per Telefon:


B2B erlaubt, wenn ein „berechtigtes Interesse“ besteht.

B2C verboten, außer mit ausdrücklicher Zustimmung.


📌 E-Mail-Kaltakquise:


Streng verboten ohne Einwilligung (§ 107 TKG 2021).

Selbst im B2B-Bereich wird eine vorherige Zustimmung verlangt.


📌 Besonderheit: Österreich ist hier besonders streng – Verstöße können mit Geldstrafen von bis zu 37.000 € geahndet werden.


Schweiz:


📌 Kaltakquise per Telefon:


B2B und B2C erlaubt, sofern sich die Nummer nicht auf der „Swiss Robinson Liste“ (Sperrliste) befindet.

Unternehmen sollten dennoch vorsichtig agieren und professionelle Gesprächsleitfäden nutzen.


📌 E-Mail-Kaltakquise:


Erlaubt, wenn die Interessenabwägung gegeben ist (also das Produkt oder die Dienstleistung für den Empfänger relevant sein könnte).

Generell weniger streng als in Deutschland und Österreich, aber Empfänger muss eine einfache Opt-out-Möglichkeit haben.


📌 Besonderheit: Die Schweiz hat ein etwas unternehmerfreundlicheres Umfeld, aber auch hier gilt das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG).


2. Kulturelle Unterschiede im Vertrieb

Neben den gesetzlichen Regelungen gibt es auch deutliche Unterschiede in der Geschäftskultur.


Deutschland: Strukturierte Prozesse & Effizienz

Deutsche Unternehmen erwarten einen klar strukturierten Vertriebsprozess mit messbaren Ergebnissen.

Verhandlungen sind oft formal und detailliert.

Entscheidungsprozesse dauern länger, weil oft mehrere Hierarchieebenen involviert sind.


Österreich: Persönliche Beziehungen & Vertrauen

Österreichische Unternehmen legen viel Wert auf persönliche Beziehungen und Netzwerke.

Direkte Ansprache funktioniert oft besser, wenn es eine gemeinsame Empfehlung oder eine lokale Verbindung gibt.

Verhandlungen sind etwas weniger formell als in Deutschland, aber dennoch professionell.


Schweiz: Qualität & Langfristigkeit

Schweizer Unternehmen setzen stark auf Qualität, Präzision und Vertrauen.

Vertriebspartner sollten sich auf eine längere Entscheidungsphase einstellen, da Sorgfalt und Nachhaltigkeit wichtiger sind als kurzfristige Deals.

Besonders wichtig: Die Sprache des Kunden sprechen – Deutsch, Französisch oder Italienisch, je nach Region.


3. Erfolgreiche Vertriebsstrategien für den DACH-Raum


🚀 LinkedIn & Social Selling nutzen:


Besonders in Deutschland & Österreich sind LinkedIn-Kampagnen eine großartige Möglichkeit, um potenzielle Kunden legal und effizient anzusprechen.

In der Schweiz kann Xing ebenfalls noch relevant sein, auch wenn LinkedIn aufholt.


🚀 E-Mail-Marketing mit Opt-in:


Statt Kaltakquise lieber eine Content-Marketing-Strategie mit Lead-Magneten nutzen (z. B. Whitepapers, Webinare).

Double Opt-in sicherstellen, um rechtlich abgesichert zu sein.


🚀 Telefonakquise professionell angehen:


Im B2B-Bereich kann Telefonakquise funktionieren – wichtig ist aber eine gute Vorbereitung & Personalisierung.

In Deutschland und Österreich lieber vorsichtig mit Direktanrufen umgehen, in der Schweiz gezielter.


🚀 Messen & Networking:


In allen drei Ländern funktionieren persönliche Treffen auf Branchenmessen und Networking-Events sehr gut.

Besonders in der Schweiz sind persönliche Empfehlungen ein großer Vertrauensfaktor.


🚀 Lokale Besonderheiten beachten:


In der Schweiz ist es wichtig, die richtige Sprache zu wählen und sich an kulturelle Gepflogenheiten anzupassen.

In Österreich funktioniert Vertrieb oft über Beziehungen und lokale Netzwerke.

In Deutschland kommt man mit einer datengetriebenen, strukturierten Vertriebsstrategie am weitesten.


Fazit: Vertrieb im DACH-Raum braucht eine angepasste Strategie

Wer erfolgreich in Deutschland, Österreich und der Schweiz verkaufen möchte, muss sowohl die rechtlichen Rahmenbedingungen als auch die kulturellen Unterschiede beachten. Während Deutschland eher zahlen- und prozessorientiert ist, setzen Österreich und die Schweiz stärker auf persönliche Beziehungen und Vertrauen.


Mit einer gut durchdachten Vertriebsstrategie, die Social Selling, Networking und datengetriebene Methoden kombiniert, lässt sich der DACH-Raum jedoch sehr effizient erschließen.


📢 Welche Erfahrungen hast du mit Vertrieb im DACH-Raum gemacht? Teile sie in den Kommentaren! 🚀

 
 
 

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